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Montag, 15. Januar 2018

Cover Monday

 Cover Monday präsentiert von Moyas Buchgewimmel.


 Im neuen Jahr gibt es mal wieder einen Cover Monday Beitrag von mir.
My Best Friend's Excorcism ist eine in den späten 80ern angesiedelte Horrorparodie des Autors von Horrorstör. Der Titel spielt mit dem populären Christlich okkulten Horrorfilm der ausklingenden 70er (u.a. Omen, Der Exocist) welcher in den 80ern jedoch schnell an Bedeutung verlor und erst eine Dekade später wieder kuzrzeitig auflebte.

Passend hierzu Zauberte der Illustrator Hugh Fleming eine perfekte Kopie eines 80er Jahre Horrorvideocovers (Mit Be Kind Please Rewind / Kassette Bitte Zurückspulen Aufkleber).
Der Pastellstil erinnert mich persönlich an ein paar Arbeiten von Drew Struzan (u.a. Zurück in die Zukunft).
Besonders liebe ich bei diesem Motiv die leuchtenden Krähen Augen, man kann sich die billigen Computereffekte (leider auch ein 80er Markenzeichen) bereits plastisch vorstellen.

 Für jene die mit dem Horrorfilm der 80er weniger Vertraut sind:
Dieser lässt sich grob in zwei Grundströmungen unterteilen, die frühen 80er welche ein Erbe des 70er Slasher und Exploitation Films waren (Sex und Gewalt) aus dem unter anderem Freitag der 13 hervorging und die verspielten späten 80er welche sich eines stark Comicorientierten Stils bedienten, welcher sich unter anderem im Übergang wiederfindet in Freitag der 13 Teil 6 - Jason Lebt, nicht selten wilde Genremischungen boten und ganz generell meist weit mehr Spaß machten als inhaltlichen Sinn. :D

 Stilprägend für diese Dekade sind Namen wie Sean S. Cunningham, John Carpenter, David Cronenberg und Wes Craven, doch der klassischste Stellvertreter dürfte Charles Bands kurzlebige Firma Empire International Pictures sein.



Dienstag, 9. Januar 2018

Goodreads Ad II

....die Kette der Mysterien ist endlich enthüllt in einem erwarteten Ende.


Ich habe das ganze lose unter Druckfehler abgelegt, aber wer weiss, vielleicht handelt es sich ja auch um einen seltenen Fall des truth in advertising, oder um eine geniale marketing Strategie welche sich bewußt gegen die zahllosen unerwarteten Enden stellt?

Sonntag, 7. Januar 2018

Unvergesslich!







Unvergesslich!, Heike Abidi und Anja Koeseling (Hrsg.)
(Eden Books, 2017)

 28 wahre und wildromantische Geschichten von der ersten Liebe...

 Nun genaugenommen sind es 28 zum Teil wahre Geschichten und nicht alle handeln von der ersten Liebe. Tatsächlich bin ich versucht zu sagen das der Begriff Liebe hier weit gefasst wurde, und von der ersten Schwärmerei bis zur großen Liebe reicht.
Dann aber wieder, wer bin ich schon, anderen Vorschreiben zu wollen was Liebe ist, verwahre ich mich doch selbst streng hiergegen.

 Also, noch mal von vorne.
Unvergesslich! ist Teil einer Anthologien Reihe der Autorinnen Heike Abidi und Anja Koeseling welche teils wahre Kurzgeschichten zu unterschiedlichen Themen (Urlaub, Arbeit, Feiertage) versammeln, Herausgegeben im Eden Books Verlag welcher Teil der Edel Germany GmbH ist. In 28 meist humorvoll erzählten Geschichten präsentiert sich hier das Thema Liebe in all seinen unterschiedlichen Facetten.

 Wie es mit Kurzgeschichten Sammlungen so ist, kann einem nicht immer alles gleich gut gefallen (die Anzahl derer welche für mich diese Hürde nehmen konnten lässt sich bei mir an einer Hand abzählen und wurden vermutlich alle von Martin H. Greenberg herausgegeben). Es ist sicherlich keine einfache Aufgabe, Geschichten auszuwählen welche ausreichend variieren um sich nicht zu einem Einheitsbrei zu vermengen, aber zugleich stilistisch nicht zu sehr ausschweifen so das ein durchgängiges Lesevergnügen gewahrt bleibt. Auch wenn es einzelne Geschichten gab welche meinen Geschmack nicht trafen (dafür aber den meiner Mitleserinnen, und vice versa gefielen auch nicht jeder die Geschichten die ich in der Sammlung besonders mochte), möchte ich gleich einmal festhalten, dass die beiden Herausgeberinnen ihre Arbeit meines Erachtens nach sehr gut gemacht haben. Der Band hält mühelos was man sich von einer solchen Sammlung versprechen darf.
 Die sich Gesamtthematisch mit der Liebe befassenden Geschichten sind noch einmal in unterschiedlichen Unterthemen zusammengefasst, welchen jeweils eine kurze, sympathische Einleitung vorangeht.
So liest man sich beginnend mit Geschichten über Jugendliebe und –verliebtheit, über Liebesausnahmezustände und Liebeswirren, bis hin zur Herbstliebe die sich als nicht minder süß und aufregend erweist.
 Geschichten die den Blick Nostalgisch zurück wenden, sich des Hier und Jetzt erfreuen oder Hoffnungsfroh vorausblicken lassen.

 Wie erwähnt, stilistisch ist natürlich nicht alles aus einem Guss.
 Es gibt Geschichten die eleganter und unterhaltender daher kommen als andere (Akram El-Bahay sticht zusammen mit Olaf Köhler hier meiner Meinung nach als Erzähler besonders hervor) und eben auch solche die ich nur angelesen und dann rasch überblättert habe (wobei sich letztere in kleinem Maß bewegen, und wie gesagt, auch diese fanden ihre Liebhaber unter der Leserschaft). Interessanterweise sind den Geschichten keine Autorennamen vorangestellt, was für mich zum Beispiel bei den Geschichten Schockverliebt und Junggesellenabschied für eine gewisse Überraschung sorgte, da diese beiden inhaltlich doch sehr unterschiedlichen Geschichten tatsächlich aus der Feder der selben Autorin stammen.
 Im Abschluss gibt es zwar zu jedem Autor ein Kurzprofil, doch nicht alle verraten wer was geschrieben hat.

 Zudem rundet ein sogenannter Neurointuitiver Psychotest das Leseerlebnis ab.
 Nachdem ich nun Seitenweise in Erinnerung schwelgte und mich ganz dem Gefühl der Liebe hingab, illustrierte Ihre Wahrheit über die Liebe mittels einer kleinen Sammlung an Zitaten, welche dann noch einmal in einen Kontext gestellt werden, unterschiedliche Ideen über die Liebe und drängte ganz unaufdringlich dazu sich noch einmal ganz persönliche Gedanken zum Thema zu machen.

 Für mich eine sehr gelungene, unterhaltsame, meist positive, oft hoffnungslos romantische Lektüre.

 Als Leseempfehlungen hervorheben wollte ich (in Reihenfolge ihres Auftritts), die folgend Geschichten:

Auf Immer und Ewig
– Die erste Geschichte der Sammlung und gleich ein wunderbar Blick auf das Jungsein. Das diese Geschichte im Nahen Osten angesiedelt ist verleiht ihr einen zusätzlichen Reiz.

Der erste Kuss
– Die Nöte eines Vaters der sich mit der ersten Liebe der eigenen Tochter konfrontiert sieht und zu gar hinterlistigen Mitteln greift um das junge Paar auseinanderzubringen.

Kreuze an: ja, nein, vielleicht
– Vom Kreuz mit den Emotionen, wenn sich alle um einen herum verändern und man die Welt nicht mehr versteht.

The First Cut is the Deepest
– Wer liebt, der macht sich verwundbar und zur ersten Liebe gehört leider allzu oft auch ein gebrochenes Herz.

Happy Valentine’s Gay
– Meine ganz persönliche Lieblingsgeschichte aus der Sammlung.
 Es roch nach Schnee, als ich aus dem Auto stieg und mir den Schal so fest um den Hals zog, dass er sich fast wie der Strick eines Galgens anfühlte.
 Happy Valentine's Day! Happy? Da war ich mir so gar nicht sicher. Genau wie vor zwanzig Jahren war am Himmel keine einzige Schneeflocke auszumachen. Die feigen Biester hielten sich wieder versteckt. Dabei hätte ich himmlische Unterstützung dringend brauchen können - hier am Brunnen auf dem Marktplatz - an dem Ort, an dem wir uns früher immer getroffen hatten. Abend für Abend...
Wenn sie nur eine Geschichte daraus lesen wollen, lassen sie es diese sein. Der Autor verbindet Witz und Tragik, Heiterkeit und Sentimentalität in einer wunderbaren Erzählung über Liebe und Freundschaft.
Die perfekte Feelgood-Story.


Mein üblicher Dank an:
Lovelybooks für die Leserunde,
Heike Abidi und die respektiven Autoren für die Begleitung der Leserunde,
den Eden Books Verlag für die Bereitstellung des Leseexemplars.

Montag, 1. Januar 2018

Der gute Zweck

IMBONGI - Voices-for-Africa 

 

Auf den Chor Imbongi - Voices for Africa bin ich vor längerer Zeit einmal über einen anderen Buchblog gestoßen, und habe mir die Seite damals markiert, sie aber dann ein wenig aus dem Blick verloren (ja, das passiert mir Regelmäßig).

Beim durchgehen möglicher Kandidaten für meine traditionelle Spende - neben jenen für die üblichen Verdächtigen - bin wieder auf deren Website gelandet und dabei viel mir eines diesmal besonders in das Auge:

Projekt eSitjeni (Swaziland)

Zu Swaziland, könnte man sagen, habe ich eine gewisse sentimentale Verbindung. Eine ehemalige Geschäftskollegin, die mir sehr viel bedeutet und immer einen Platz in meinem Herzen einehmen wird, wurde dort geboren.

Leider, wie dies so ist, hat die Firma bei der wir gearbeitet haben dicht gemacht und man hat sich aus den Augen verloren. Aber ja, ich denke auf eine Weise Schulde ich dem Land etwas, für eine Wunderbare, warmherzige Frau die mein Leben bereichert hat.

 
Spendenkonto:
Sparkasse Rhein-Neckar-Nord
Konto 38576453
BLZ 670 505 05
IBAN: DE 95670505050038576453
SWIFT: MANSDE66XXX
Voices for Africa e.V.

Sonntag, 31. Dezember 2017

Weil's so Tradition ist...

... der Jahresüberblick:

 Das unbestrittene Highlight dieses Jahres ist für mich das Cathleen Tarawhiti eine meiner Photoshoparbeiten als hinreichend empfunden hat um sie in ihrer Coverwebsite aufzunehmen: In my defense...
Sollte es dort tatsächlich einen Abnehmer finden wäre dies immerhin meine Zweite hoch offizielle Coverarbeit - nun vermutlich sollte ich meinen Brotjob dafür lieber nicht an den Nagel hängen, bin trotzdem stolz wie Oskar. :D



Dies waren meine Bücher des Jahres (gelesen in '17)

Sarah Beth Durst, The Reluctant Queen, ist Fantasy vom Feinsten, in einem originellen Setting mit starken Heldinnen, aber einem etwas offenen Ende welches einen nötigt auch den letzten Teil zu lesen, The Queen of Sorrow soll nächstes Jahr herauskommen. Zu dem ist dies der zweite Band in der Trilogie und beinhaltet damit gewisse Spoiler für den ersten Band, man sollte also tatsächlich mit The Queen of Blood (dt. Die Blutkönigin, bei penhaligon) beginnen.
Robert Sheckley, Fütterungszeiten unbekannt, war Teil meiner diesjährigen Re-Reads, aber Sheckley ist und bleibt hervorragende Unterhaltung, "wie Voltair mit Soda" wie es seinerzeit bei Bastei verlautete, und ist deshalb Teil meiner Highlights für dieses Jahr.



Weitere Lesehighlights in '17:

Hier stehen wiedereinmal meine üblichen Verdachtigen: Donna Alward und Seanan McGuire.
Donna lieferte mit The Playboy Prince and the Nanny eine Geschichte die genau das bietet was man von einer Royal liebt Bürgerliche Geschichte eben so erwartet, wenig überraschend aber ungemein unterhaltsam.
Bonus: Der Royal in Frage ist der Bruder der Heldin aus The Rancher's Runaway Princess, einer meiner erklärten Lieblingsromane aus der Feder der Autorin.

Seanan McGuire liefert uns die Geschichte von Alice Healy und Thomas Price als kostenlose Downloads, Target Practice heisst das aktuelle Highlight und kommt als stehende Empfehlung für alle Fans von Urban Fantasy mit jugendlichen Heldinnen.




Die Enttäuschungen in '17:

 Vorab: Es gab schlimmeres als die unten aufgeführten Bücher, zum Beispiel Andrew Klavan's unterirdischer Werewolf Cop - doch von denen erfuhr keiner den selben Hype wie die aufgeführten.
 Mit hohen, wohl zu hohen, Erwartungen ging ich an Stephanie Perkins' Anna and the French Kiss heran, welches ich dann aber nach einem drittel abgebrochen habe. Mir war das ganze zu sehr Chick-Lit, zu sehr ein Mean Girls in Paris. Auch Stephen Kings von Fans und Kritik hochgelobter Auftakt zum Dunkler Turm Zyklus konnte mich persönlich nicht überzeugen. Die Geschichte ist dünn, der Anti-Held ein Frauenhasser und das Ende nichtssagend. Algis Budrys Roman Projekt Luna ist Teil der Heyne Science Fiction Bibliothek und war ein weiterer meiner diesjährigen Re-Reads. Konnte mich dessen Prämisse in meiner Jugend noch begeistern, dem Re-Read konnte er leider nicht standhalten: Auf dem Mond wird ein Außerirdisches Artefakt entdeckt dessen Zweck unbekannt bleibt, sicher ist nur, es Tötet jeden der es betritt nach Ablauf einer gewissen Zeitspanne. Alles was an diesem Roman gelungen ist gibt der Autor auf ca. zehn Seiten wieder, der Rest ist nur Machodrama ad nauseam






Random Notes:

  In diesem Jahr habe ich den kostenlosen Kindle Unlimited Probemonat für mich ausprobiert. Für Vielleser ist dieses Flatrate Angebot sicherlich interessant, für mich bot sich zwar Gelegenheit mich durch ein paar Kurzgeschichten zu lesen welche ich so nie gekauft hätte, und mich ein paar alten John Sinclair Ausgaben zu widmen, doch unter dem Strich musste ich feststelllen das es (für mich) keine lohnende Inverstition wäre.

Dieser blogpost ist mir in diesem Jahr besonders ins Auge gefallen:
Tofufamily, Stereotype in Kinderbüchern

And now for something completely different...
Beim Surfen im Netz bin ich zufällig über diesen blog gestolpert, der sich ganz dem Feld der Dinosaur Spielzeugfiguren verschrieben hat: Dinosaur Toy blog
Schweig still mein töricht klopfend Herz... ernsthaft, wo waren solche Dinge nur in meiner Jugend?




Zitate 2017:

 Ein auf Amazon gefundenes Zitat aus einer Buchbesprechung hat mich mit seiner  dümmlich witzigen (aber vermutlich ernstgemeinten) Art zum Lachen gebracht, so das ich es einfach rauskopieren musste:
Roland Koch hat das Zeugs für den Roman der Liebe im Zeitalter des Kondoms.
Die Weltwoche

Laini Taylor greift in ihrem Roman Daughter of Smoke & Bone die Autoren-Weisheit auf, dass sich die Bösen selbst seltenst als Böse wahrnehmen und verpackt diese in einem sehr amüsanten Zitat:
"The dragon, you know, hunkered in the village devouring maidens, heard the townsfolk cry 'Monster!' and looked behind him."
(Freie übersetzung: Der Drache, weißt du, im Dorf sitzend jungfrauen verspeisend, hörte die Dorfleute rufen 'Monster!' und blickte hinter sich.)


Ein älteres Zitat das, denke ich, sich mindestens seit letztem Jahr schon unter meinen GoodReads quotes tummelt. Man mag von den Vätern der Psychologie halten was man mag, hiermit traf C.G. Jung auf jeden Fall ins Schwarze:
"Loneliness does not come from having no people around you, but from being unable to communicate the things that seem important to you."
(Freie übersetzung: Einsamkeit kommt nicht davon niemanden um sich zu haben, sondern davon nicht in der Lage zu sein Dinge mitzuteilen, die einem wichtig scheinen.*)
 * Persönlich würde ich sagen "einem wichtig sind." Denn ungeachtet des Gewichts das Ausstehende dem  zumessen mögen was uns bewegt, für uns selbst ist es immer relevant. 
Doch abgesehen davon stimme ich hier mit Herr Jung überein.



Statistik 2017:


































Die obligatorische Erläuterung zur Statistik:
Gelesene Bücher können in mehreren Sparten Auftauchen;
e.g. Carmilla (Horror, Klassiker), Werewolf Moon (Romance, Krimi), Daughter of Smoke & Bone (Jugendbuch, Fantasy)
Kurzgeschichten Sammlungen wurden ganz generell als Anthologie erfasst. Einzelne gelesene Kurzgeschichten (ca. 40) sind in der Statistik nicht erfasst worden, da dies die Auswertung unnötig kompliziert hätte, flossen aber zu einem Teil in meine GoodReads Auswertung ein.



2018 wants:

Neues von den Penderwicks, Jeanne Birdsall
TB Ausgabe, Carlsen Verlag, Januar
(Penderwicks, 'nuff said...)

Wonder Woman - Kriegerin der Amazonen, Leigh Bardugo
Hardcover, dtv, Februar
(Die Grisha Saga war kein Favorit, muss ich zugeben, obwohl ich die Kurzgeschichten alle geliebt habe, aber da Wonder Woman mit sicherheit im Bücherschrank meines Bruders laden wird werde ich Leigh noch eine Chance geben...)

The Penderwicks at last, Jeanne Birdsall
Vorgesehene US Veröffentlichung im Mai
(Nur soviel ist bisher bekannt: Es geht zurück nach Arundel und es wird geheiratet...)

Catwoman - Soulstealer, Sarah J. Maas
Random House, August (US Ausgabe)
(Noch nichts von Sarah J. Maas gelesen bisher, aber Catwoman von Robert Asprin hat für mich seinerzeit gut funktioniert, ich bin also gespannt...)

Donnerstag, 21. Dezember 2017

Zweifelhafte Moralität


 Es ist ein wenig erfreuliches Zitat auf das ich in Das Netz der Chozen gestoßen bin. Ohne sich selbst wohl des menschenfeindlichen Zynismus seiner Worte so recht bewusst zu sein, lässt Autor Jack L. Chalker seinen Helden hier folgendermaßen räsonieren:

 Es gab keine Romantik, keine Liebe, nicht einmal den Drang, eine Leere auszufüllen, nicht allein zu sein, der Menschen dazu trieb, eine Prostituierte zu benutzen. Nein, der ganze Prozeß war ohne jede Spur von Humanität, und das störte mich am meisten.


 Es wird hier davon gesprochen einen anderen Menschen nur zu benutzen und dies dann praktisch noch im selben Atemzug zum Wesenszug der Humanität erklärt... wenn das ein Merkmal von Menschlichkeit ist, möchte man nichts davon haben.


Nachtrag:
Es ist schon ironisch, an späterer Stelle lässt der Autor den Charakter sich in Gedanken gerade darüber beschweren, das für viele Menschen Liebe nur ein anderes Wort für Sex sei ... fast möchte man meinen dass er mit diesen gegensätzlichen Aussagen versucht uns die Wesenveränderung seines Charakters zu illustrieren, der sich von einem Einzelgänger zu einem Familienwesen verändert - ich fürchte nur, damit würde ich dem Autor mehr Weitsicht unterstellen als er tatsächlich hat.

Mittwoch, 6. Dezember 2017

31 Tage - 31 Bücher / Filme

Tag 22
 

 In welchem Buch hast du dich am meisten gegruselt?

Geisterstunde von Peter Straub und danach
Es von Stephen King,
beides  Bücher deren eröffnungs Kapitel dass mir wort wörtlich schlaflose Nächte bereitet haben.




 Welcher Film enthält deine Lieblingsszene?

Darf ich mehrere nennen?

Da ist natürlich die "Kuss-Szene" aus Susi und Strolch anzuführen, sehr witzig aufs Korn genommen in Hot Shots - der 2te Versuch, so Romantisch.

Dann eine Szene aus Chocolat. Wenn Vianne und Anouk auf die "Flussratte" Roux treffen, legt Vianne, gespielt von Juliette Binoch, die Arme um Anouk in einer so mütterlich beschützenden Art, da schmiltz einem das Herz.

"Bitch isn't standing now", Michelle Rodriguez in Resident Evil, ein Klassiker!

Die Liste könnte endlos so weiter gehen...