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Mittwoch, 15. Februar 2017

31 Tage - 31 Bücher / Filme

Tag 16

Welche Bücher schlägst du wie aus der Pistole geschossen vor, wenn du um Buchtipps gefragt wirst?
(SF) Rendezvous mit Rama*, Arthur C. Clarke - (Fantasy) Herr der Ringe, J.R.R. Tolkien - (Horror) Friedhof der Kuscheltiere, Stephen King - (Thriller) Roter Drache, Thomas Harris - (Klassische Krimis) Die Sherlock Holmes Bücher, Arthur Conan Doyle - (Jugend-/Kinderbuch) Anne auf Green Gables, Lucy Maud Montgomery - (Wissenschafts Thriller/Abenteuerroman) Dino Park, Michael Crichton - (Wissenschafts Thriller / Crichton Erben) Mount Dragon, Preston Child - (SF - Star Wars) Erben des Imperiums, Timothy Zahn - (Urban Fantasy / Pulp) Guilty Pleasures, Laurell K. Hamilton - (LGBT) Annie on my mind, Nancy Garden - (Horror - Britisch) Die Ratten, James Herbert - (Britisch Crime Tradition) Ganz allgemein die Romane von Charlotte Link ...










Welches Genre bevorzugst du zum Entspannen?


Romantische Komödien und Liebesfilme**.

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* Und endlich eine gute Entschuldigung dieses geniale Coverdesign für die Gollanz Ausgabe zu Posten
** "Just one of the guys" (dt.: Lass mich mal ran, als Junge ist sie spitze) ist unterhaltsamer als das Plakat einen eventuell glauben macht.

Sonntag, 12. Februar 2017

Werewolf Cop








Werewolf Cop, Andrew Klavan
(Pegasus Books, 2015)


Kurzinhalt:
 Man nennt sie „Der Cowboy“ und „Broadway Joe“, die Agents Zach Adams und Martin Goulart gehören einer Spezialeinheit der Polizei an, welche sich ganz auf die Jagd nach dem Verbrecher Dominic Abend konzentriert.
Der aus Deutschland stammende Gangsterboss Abend steht im Begriff mit Hilfe seiner Gruppe, der „Brüderlichkeit“, die gesamte Unterwelt Amerikas an sich zu reißen.
Bisher erwies sich Abend dabei als zu gerissen um ihn Festzunageln, doch jetzt scheint ihn etwas aus seinem Versteck gejagt zu haben.
Ein Gemetzel an einem bekannten Hehler weist das Markenzeichen von Abends „Brüderlichkeit“ auf, die Opfern wurden offenbar mit Schwertern hingerichtet und Zerstückelt. Aufnahmen vom Tatort weisen daraufhin das Abend selbst am Überfall beteiligt war. Noch während Agent Adams darüber rätselt was so besonders sein könnte, das der Gangsterboss selbst das Risiko eingeht sich zu Zeigen, erhält er einen Hinweis darauf das Abend ein mysteriöses Artefakt sucht welches in Verbindung mit Peter Stump, dem Werwolf von Bedburg, stehen soll.
Agent Adams folgt der Spur des Informanten nach Deutschland, dort erfährt er das Abend der Drahtzieher hinter Ereignissen ist, welche zum Sturz Europas unter dem fanatischen Islam geführt haben. Ein geheimes Treffen im Schwarzwald soll Adams weiterhelfen, doch in dieser Vollmondnacht kommt es stattdessen zu einer Konfrontation mit einer übernatürlichen Bestie welche Adams nur schwer verwundet Überlebt.
Als Adams seinen Verwundungen zum Trotz Überlebt, glaubt er zunächst bei seiner Europe Reise einem Fieberwahn zum Opfer gefallen zu sein. Doch nach und nach muss er lernen dass eine Übernatürliche Bedrohung von Abend ausgeht, und als der nächste Vollmond naht muss er auch erkennen dass der Keim des Bösen nun in ihm selbst steckt und ihm nur noch wenig Zeit bleibt Abend aufzuhalten, ehe Amerika das Schicksal des alten Kontinents teilt.


 Klavans Werewolf Cop hätte allen Schwächen zum Trotz unterhaltsam sein können, doch der Autor schafft es seine Geschichte ungebremst an die Wand zu fahren. Das Manuskript vereint eine solche Anzahl von Problemen auf sich, dass man sich zum einen nur wundern kann wie er einen Verleger dafür fand und zum anderen kaum weiß wo man am besten anfängt, diese Probleme aufzulisten.

 Am besten beginnen wir wohl bei der Geschichte, oder besser den Geschichten die der Autor hier unter ein Dach zu bringen versucht – welche aber alle irgendwie nach und nach ins Nichts laufen.
Die vermutete Grundidee, weil sie den größten Seitenanteil verbraucht, war wahrscheinlich die einen Neo Noir Roman zu schreiben. In diesem Storystrang droht der von der Presse zum Helden hochstilisierte Zach „Cowboy“ Adams über eine außereheliche Affäre mit einer Femme Fatal zu stolpern die ihn Stalkt. Bereits in diesem Teil macht sich die große schwäche des Schreibers bemerkbar, denn es gibt keine wirkliche Motivation für diesen Geschichtenteil, noch für das Verhalten der Charaktere darin. Margo Heatherton verführt den Cowboy, warum? Es muss genügen das sie eine verwöhnte Tochter aus reichem Hause ist und auf das Bild in der Presse hin beschlossen hat in zu Verführen, nun gut das mag als Motivation von ihrer Seite genügen, warum aber Adams sich darauf einlässt, bleibt immer recht vage. Angeblich Liebt er seine devote Frau – dazu später mehr – und die Kinder und plagt sich fortan mit Gewissensbissen, aber wohl nie genug um ihr gegenüber je ehrlich zu sein. Nach der X-ten Wiederholung – auch dazu noch mehr - von Adams „Woe, wo is me, I’ve been led astray“ (Kein direktes Zitat), wirkt das Ganze nur noch ermüdend und nervig.
Schlimmer noch, es gewinnt zu keinem Zeitpunkt relevanz für die Erzählung.

 Das leitet uns gleich über zum zweiten Problem, Europa steht im Buch in Flammen. Islamische Fanatiker überrennen die Nationen, das Britische Parlamentshaus lodert, Paris ruft die Sharia aus, und niemanden kümmert es. Weder Charaktere noch Leser, noch die Betroffenen Nationen scheinen sich recht darum zu kümmern. Warum? Auch hier gilt das der Autor es wohl selbst nicht so recht weiß, weshalb er uns mit einem lapidaren „Es war das Werk von Dominic Abend“ abspeist. Die Nebencharaktere welche uns diese „erhellende“ Information zukommen lässt, brilliert übrigens auch mit dem Satz: „Europa ist am Ende des Zweiten Weltkriegs gefallen.“
Was will Autor damit sagen?
Keiner weiß es...
 Irgendwann in seinem Schreibprozess erkannte Klavan wohl das sein Neo Noir nicht funktioniert und beschloss dann zum Sax Rohmer inspirierten Pulp zu wechseln. Dies zumindest würde das in Flammen stehende Europe ein wenig erklären, aus Rohmers beschworener gelber Gefahr wird heute die islamische Bedrohung, und des Schreibers Fu-Manchu steht zweifelsfrei Pate für Superverbrecher Dominic Abend, der nur noch in Blockbuchstaben reden müsste um eine vollends perfekte Karikatur zu sein.
Doch sowenig wie Margo Heatherton oder Agent Adams, erfährt Abend irgendeine Motivation für sein tun.

 Auftritt, Storystrang drei: Abend ist nicht nur böse, er ist besessen vom Bösen.
Hieraus versucht der Autor nun unterstütz durch Wikipediarecherchen eine Urban Fantasy Storyline zu bauen. An dieser Stelle kommt dann auch endlich der Titelgebende Werwolf zum Einsatz – welcher im ganzen kaum ein Drittel der Geschichte einnimmt. Zwar gelingt dem Autor ein einzelnes, nicht unatmosphärisches Kapitel mit Horrorelementen – aber, auf die Gefahr ähnlich wiederholend wie der Autor zu klingen, dieses bleibt komplett unmotiviert und ohne weitere Relevanz für die Geschichte.

 Große Autorenleistungen erkennt man oft erst am Ende eines Buches, wenn sich plötzlich scheinbar völlig unabhängig voneinander entwickelnde Geschichtenstränge organisch zusammenfügen und beim Leser für einen Woweffekt sorgen, wenn er oder sie uns darüber staunen lässt dass wir diese Zusammenhänge nicht früher wahrgenommen haben. Bei Klavan gibt es diesen Moment nie. Weil nichts was im Roman geschieht Einfluss hat auf irgendein anderes Ereignis. Strang für Strang lässt der Autor einfach jede Wendung in der Geschichte fallen und geht zur nächsten über – soll sich der verdammte Leser das Ganze doch selbst zusammenreimen.

 Die extreme Islamangst/-feindlichkeit der Geschichte, welche sich so sonst glaube ich nur in der freien Baen Bibliothek wiederfindet, Zeichnet sich oben ja bereits ab. Zudem fügt sich eine offene Frauenfeindlichkeit, zumindest aber Verachtung, des Autors. Gäbe es in der Literatur so etwas wie einen Donald Trump Award for outstanding misogyny, Klavans Roman würde die Auszeichnung einhändig einstreichen.
 Der einzige Frauencharakter der „positiv“ davon kommt ist die erwähnte Ehefrau von Agent Adams. Ein Idealbild der christlichen Hausfrau. Bis zur Selbstverleugnung devot, konsumiert keine Nachrichten und ihre einzige Lektüre besteht aus Gebetsbuch und Bibel. Eine Frau die nur für Mann, Kinder und Kirche lebt. Selbst wenn Adams unter Zwang ihr endlich seine Affäre eingesteht, unmittelbar nachdem er sie ihr gegenüber noch geleugnet hat, fällt dieser nichts besseres ein als diese als „eine gesandte Prüfung“ zu sehen aus der ihre Ehe gestärkt hervorgehen wird.
Dem entsprechend erhält der „Held“ am Ende auch seine Absolution von der Tötung Margo Heathertons zugesprochen (Zitat: „Let this be your Reckoning“).
 Frauen die im Berufslebenstehen und Karriere machen sind bei Klavan entweder intrigant, Adams Chefin, zu unrecht auf ihrem Job, eine Latina welche laut den Agents nur befördert wurde um eine Minderheitenquote zu Erfüllen, oder wollen eigentlich Männer sein, suchen aber da dies nicht geht eben das nächst beste zu erreichen, die Akzeptanz eines Mannes zu gewinnen... selbstverständlich sind Klavans Frauen inhärent schwache Kreaturen die ohne die Bestätigung der Männer nicht bestehen könnten.
 Es nimmt sich fast schon Ironisch aus, wenn jemand der so konservativ Christlich daherkommt wie Klavan, sich berufen fühlt die Gefahr eines fanatischen Islam heraufzubeschwören.

 Und last but not least, Klavans Schreibstil ist unglaublich wiederholend.
Kapitel um Kapitel haut er uns mehrfach aufeinanderfolgende, exakt gleich lautende Sätze um die Ohren. Es ist als hätte der Autor seine verzweifelten Versuche seiner Geschichte Richtung zu geben einfach mit auf das Papier gebannt. Ein vernünftiges Lektorat hätte die Geschichte dabei sicherlich retten können, gut wäre sie wohl nie geworden aber für eine unterhaltsame Kurznovelle hätte es durchaus reichen können – aufgeblasen auf knapp dreihundert Seiten überwiegt leider nur noch der Ärger.

 Als Fazit lässt sich hier von meiner Seite nur Ziehen, lassen sie das Buch liegen.
Klavans Werwolf Roman ist noch nicht einmal schlecht genug geschrieben um wenigstens für unfreiwillige Lacher herhalten zu können, mit ausnahme der, vom Autor todernst gemeinten, obligatorischen Folterszene in welcher Superbösewicht Dominic Abend voller Phatos* seinen Plot enthüllen darf und dann gerade rechtzeitig die Bühne verlässt um dem Helden Zeit zu geben sich in eine Werwolf zu verwandeln und die Schergen des Schurken niederzumetzeln...
Wenn sie einen unterhaltsam geschrieben Werwolf-Pulp Plot mit Verschwörungen und manischen Superbösewichten suchen, greifen sie zu Pat A. Briscos The other people (deutsch bei Heyne unter Der Wolfsmensch).


* Die Figur des Dominic Abend in dieser Szene wäre eine Paraderolle für Vincent Price gewesen.
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Randnotiz:
 Dies hat nichts zu bedeuten, hoffe ich, aber mir ist aufgefallen das Andrew Klavan sich zusammen mit David Baldacci die zweifelhafte Ehre teilt das ihre Werke als Vorlagen für Clint Eastwood Filme dienten (True Crime - Ein wahres Verbrechen und Absolut Power), die ich beide als sehr gelungen empfand - beide Autoren jedoch mich als Leser enttäuscht haben.

Samstag, 4. Februar 2017

tucking fypos


Vielleicht kennt Andrew Klavan, der Autor von Werewolf Cop (Pegasus Books, 2015) eine Bedeutung des Wortes fiasco welche Merriam-Websters noch unbekannt ist?

 It was build to appeare ancient. Flagstone archways with shady niches. Colored fiascoes on old wooden tables along the stone wall.
(S. 191)

Mittwoch, 1. Februar 2017

Wenn ich dich nicht erfunden hätte








 Wenn ich dich nicht erfunden hätte, Julia Dibbern
(InkRebels, 2017)


Klappentext:
 Endlich achtzehn!
Leo ist aufgeregt, aber bester Dinge, als sie fürs Studium allein nach Hamburg zieht. Doch die Unabhängigkeit stellt sich als gar nicht so einfach heraus, denn plötzlich muss Leo mit einem Biotop im Badezimmer und dem vermeintlichen Hammermörder als Nachbarn klarkommen.
Und dann trifft sie auch noch auf Loris, was nur halb so kompliziert wäre, hätte sie nicht das Gefühl, ihn längst in- und auswendig zu kennen: aus den Geschichten, die sie schreibt, seit sie einen Stift halten kann.
Doch wie ist das zu erklären? Kann es Seelenverwandtschaft wirklich geben?
Und … wie soll sie mit den Seiten von Loris umgehen, die sie nicht erfunden hat – den dunklen Seiten?
Was, wenn es tatsächlich für jeden Menschen ein Gegenstück auf der Welt gab?
Und sie hatte – aus welchen Gründen auch immer – durch die Falten der Zeit geschaut und ihn gekannt, bevor sie ihm begegnet war?


 Wenn ich dich nicht erfunden hätte ist im Zuge einer LovelyBooks Leserunde bei mir eingezogen.
Was mich angezogen hatte, war zunächst der Titel. Das ganze Klang zu sehr nach leichter, romantischer Kost um daran vorüberzugehen. Die Leseprobe auf der Seite der InkRebels – die schon allein wegen ihrer witzigen Blogposts einen Besuch wert sind – hat es dann auch geschafft mich direkt am PC-Bildschirm für sich einzunehmen, ein weiteres gutes Zeichen.
Das Cover war dabei zunächst nicht wirklich meins, zu grau, zu trist, zu – wie eine Mitlesern den Nagel auf den Kopf traf „Jugenddrama“. Wie sich heraus stellt war meine Assoziation zu Titel und Leseprobe nicht halb so korrekt wie ihre Assoziation zum Cover* - nicht jetzt dass Wenn ich dich nicht erfunden hätte schwere, unromantische Kost gewesen wäre.

 Wider erwarten bewegt sich der Roman gefühlt näher am New Adult, was ja bekanntlich nicht so meines ist, denn im Jugendbuch Bereich, was aber eventuell die Colleen Hoover Fanfraktion gleich einmal aufhorchen lässt. Tatsächlich wird die Geschichte von meinen Mitleserinnen ganz gerne in die „Bad Boy Romance“ Kategorie geschoben – ich weiß jedoch nicht wie zutreffend dieser Vergleich ist, da ich, siehe oben, in diesem Genre nicht wirklich unterwegs bin.
Jedoch ist Loris genau das was man ein „unapologetic arsehole“ nennen darf und hat mit seiner Art sogleich meine Persönliche Top-Ten der „Charaktere die ich am liebsten Tot sehen würde“ erstürmt – in etwa gleich auf mit Dexter Mayhew aus Zwei an einem Tag.

 Wie gesagt das Buch ist eher New Adult Material, weshalb ich der Altersempfehlung auf LovelyBooks als All Age Roman ab 14 nur bedingt zustimmen wollte. Aber das ist die Crux wenn Jugendbücher erwachsen werden - oder wenn man als Erwachsener Jugendbücher liest - und soll auch nicht unbedingt negative Kritik sein. Ich begrüße die Tatsache das der Markt Jugendbuchautoren heutzutage zugesteht ihr Zielpublikum ernster zu nehmen, ihnen Themen zu präsentieren die irgendwo näher an ihrer Lebensrealität handeln als dies früher der Fall war. Die Kehrseite ist halt die das mich der Anteil den der Sex in der Geschichte einnahm dann doch etwas überrumpelt hat.

 Entgegen dem ist das Buch gar nicht so sehr Romanze. Im Kern liegt das tragende Element mit auf der Rolle die Freunde für einen im Leben spielen. Es sind Freundin Miri, die Leo immer ein Stück weit auf dem Boden hält oder ihr auch schon mal einen verbalen Tritt in den Hintern verpasst wenn nötig, und Leos neugefundene Freundin Sina, die Leo immer unterstützend zur Seite steht bei ihrem romantisch verklärten Höhenflug auch wenn diese sich dabei gelegentlich versteigt, welche der Geschichte den Unterbau liefern.
Es ist auch eine Geschichte vom Erwachsen werden, davon sich in der Liebe nicht zu Verlieren, vom lernen das loszulassen was einem schadet und an dem festzuhalten was einem Stärke verleiht.

 Auch wenn das Buch inhaltlich gar nicht so sehr dem entsprach was ich mir davon ausgemalt habe, aber dann irgendwie eben doch, hat mich die Geschichte gut Unterhalten. Autorin Julia Dibbern Erzählt mit gebotenem Ernst, aber auch mit Leichtigkeit und Sinn für Romantik. In einem Stil der einen einnimmt, mit glaubhaften Dialogen und Charakteren die man Würgen, Schütteln, oder einfach nur den ganzen Tag knuddeln möchte, welche sich dabei aber immer realistisch in ihre Rollen fügen.

 Das ganze läuft nicht ab ohne dabei das eine oder andere Klischee zu streifen, aber am Ende bringt sie ihre Geschichte zu einem überzeugenden Abschluß, der zwar nicht alles aufklärt, denn nicht alles im Leben lässt sich klären, aber alle losen Fäden aufnimmt und das Geheimnis um Leos Verbundenheit zu Loris ohne Hokuspokus aufzulösen vermag.

Mein Dank an
LovelyBooks,für die Leserunde
Julia Dibbern und die InkRebels, für Buch und Lesebegleitung
und alle meine MitleserInnen.

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*Apropos, winzige Coverkritik am Rande: 
Für die eBook Ausgabe sollte man sich eventuell überlegen noch ein wenig was zu Ändern, denn in Schwarz/Weiß Darstellung kommen Titelzug und Autorenname nicht so ganz zur Geltung.

Sonntag, 22. Januar 2017

A Discovery of Witches








A Discovery of Witches, Deborah Harkness
(Headline, 2011)

 
 Die junge Historikerin Diana Bishop ruft im Zug ihrer Nachforschungen über Bücher der Alchemie ein als Ashmole 782 gelistetes Werk aus der Bodleian Bibilothek auf, nicht ahnend welche Kette von Ereignissen sie damit in Gang bringt.
 Diana erkennt das auf dem Buch ein mächtiger Bann liegt, doch als Abkömmling einer alten Hexenlinie, die ihre Eltern schon jung verlor, will sie selbst nichts mit Magie zu tun haben. Sie macht sich Notizen und sendet das Werk zurück, im Glauben damit ihre Ruhe davor zu haben.
 Doch das Öffnen des Buches blieb in den übernatürlichen Kreisen nicht unbemerkt und plötzlich wimmelt es in Oxford von Hexen, Vampiren und Daemonen welche auf der Jagd sind nach Ashmole 782, und der einzigen Person die das Buch öffnen kann.
 Ein Vampir, Matthew de Clairmont, zeigt dabei ein Interesse das über den Inhalt von Ashmole 782 hinausgeht, aber Verbindungen der übernatürlichen Rassen untereinander sind verboten und werden hart geahndet.


 Nach Langer Zeit habe ich nun endlich dieses Buch von meinem digitalen SuB erlöst. Beim stöbern in alten Kritiken dazu, erscheint es mir als hätte es ähnlich twilight seinerzeit nur zwei Standpunkte zugelassen, man liebt oder hasst es. Persönlich würde ich mich keinem von beiden verschreiben wollen. Das Buch hat mir Spass gemacht zu Lesen und die Charaktere sind mir mit der Zeit ans Herz gewachsen - aber das Buch hat eben auch seine Längen und die Autorin verliert sich nicht selten in unötigen Details.

 Bereits in den dem Buch vorangestellten Zitaten wird gerne und oft der Vergleich gezogen zu twilight – Zitat: „this is twilight for grown ups – a wonderful read!Katie Fforde. Diesen Vergleich kann man teilen, zumindest aber sehen woher er kommt, muss man aber nicht, denn genauso gut könnte man sagen A Discovery of Witches sei ein Literarisches Underworld oder ein Paranormales Romeo und Julia.
Keiner dieser Vergleiche ist unbedingt falsch, aber sie treffen eben auch nicht völlig zu.

 Wie auch immer, der Punkt an dem ich den meisten GoodReads Kritiken zustimmen muss, ist der dass das Buch ein besseres Editorial hätte erfahren können. Autorin Deborah Harkness (ein fast schon zu perfekter Name für die Autorin einer Hexengeschichte) nimmt sich sehr viel Zeit damit ihre Geschichte zu Erzählen. Nach dem ersten Kapitel, unserer ersten Begegnung mit Ashmole 782, passiert nämlich erstmal lange Zeit gar nichts. Nahezu einhundert Seiten braucht es bevor die Geschichte wieder etwas Fahrt aufnimmt, und auch danach bleibt das Tempo gemach, erst um Seite Dreihundert herum kommen ein wenig Action und Spannung auf.
Bis dahin konzentriert sich Deborah ganz und gar auf die sich entwickelnde Liebesgeschichte zwischen Diana und Matthew, Fans der Paranormal Romance, zumindest jene für die es gerne Emotional sein darf ohne „Steamy“ zu werden, werden an dem Buch ihre Freude haben.
Auch wer sich mit einem durchaus komplexen Weltenbau, welcher sich Zeit nimmt die einzelnen übernatürlichen Rassen zu beleuchten, anfreunden kann, für den Lohnt es sich dran zu bleiben.
Wer auf schnelle Action oder heiße Liebesszenen hofft, der wird enttäuscht.


Achtung, der folgende Teil enthält kleinere Spoiler:

 Noch ein Wort der Warnung, A Discovery of Witches ist keine in sich abgeschlossene Episode. Der Roman endet mit einem ordentlichen Kliffhänger auf dem Höhepunkt der Geschichte.
 Persönlicher Wermutstropfen war für mich dass wir bis zum Ende des Buches nie mehr als eine Andeutung darüber erhalten was Ashmole 782 sein könnte, und das die Jagd nach dessen Geheimnis weit in den Hintergrund rückt. Gefallen hat mir wie Deborah Ashmole 782 zum Dreh- und Angelpunkt der Psychologie der einzelnen Rassen macht, welche jede für sich eine andere Vorstellung davon hat was in dem Buch verborgen ist.
 Wie gesagt die Liebesgeschichte steht im Mittelpunkt – diese ist allerdings romantisch genug erzählt um mich darüber hinwegzutrösten das Ashmole 782, zumindest in diesem Band, im Grunde nur ein McGuffin ist.

Mittwoch, 4. Januar 2017

tucking fypos


 Für diesen Monat habe ich in Siegried Schmidt-Joos' Das Musical (dtv, 1965, S.65) etwas ausgegraben dass vermutlich kein Druckfehler ist, aber die Verwendung des Wortes Espressos ist mir so nie untergekommen und beschwor ein entsprechend komisches Bild beim Lesen:

 Der Scheidersohn Lionel Bart, Jahrgang 1930, kommt aus den Slums des Londoner East End. Er besuchte eine Kunstschule, trieb sich in Espressos herum, traf den damals noch unbekannten Schlagersänger Tommy Steele, trat in dessen Rock'n'Roll- und Skiffle-Gruppe ein, schrieb ein paar Schlager und war selbst überrascht, als seine Songs "Rock with the Cavemen" und "Living Doll" zu nationalen Hits avancierten.

Sonntag, 1. Januar 2017

Der gute Zweck

  Die Lesekasse für den guten Zweck geht in diesem Jahr, wieder großzügig Aufgerundet, and die Organisation netzwerkB, deren Aktionen und Stellungnahmen zum Thema Sexuellermissbrauch minderjähriger ich schon seit längerer Zeit auf fb folge:


Sparkasse Holstein
BLZ: 21352240
Konto Nr.: 135855153
IBAN: DE97 2135 2240 0135 8551 53
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